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Suchbegriffe - wihnachtsmarkt
December 4, 2009December 4, 2009  2 comments  MOPO Kolumnen

Mopokolumne  06.12.2009

 

Nicht immer richtet sich das Wetter nach dem Kalender.  Bei herbstlichem  Wetter wird  der  Dresdner Weihnachtsmarkt eröffnet. Er ist wie eine kleine Weihnachtsstadt, die sich romantisch durch die  Dresdner Innenstadt zieht.

An vielen Glühweinständen und Fressbuden  vorbei, können die Besucher von der Hauptstraße, vorbei an den historischen Weihnachtsmärkten im Stallhof und an der Frauenkirche bis zum Altmarkt schlendern.

Schön wenn das übliche Weihnachtsmarktangebot mit Kunsthandwerk kombiniert wird.

In historischen Kostümen wird getöpfert, geschmiedet, gebacken, gemalt- und gesungen.

So wie die zwei mittelalterlich gekleideten  Sänger vor der Frauenkirche , die alte  Weihnachtslieder zur Laute singen. Geradezu entspannend schön, wenn die dudelnden Weihnachtsliedkonserven aus den Lautsprechern die Ohren nicht im Übermaß  beleidigen.

Beim Glühwein erzählt mir  eine ältere Dame ganz begeistert, dass sie von Stuttgart aus wieder in ihre alte Heimatstadt Dresden gezogen ist. Die Kindheitserinnerungen, die Schönheit der Stadt, das ungeheure Kulturangebot und die vielen freundlichen Menschen haben sie wieder zurückgezogen.

Um uns herum  mischen sich  viele Sprachen im Weihnachtsgewirr. Japanisch, Tschechisch, Russisch, Polnisch, Englisch wird nur noch lautstark durch den sächsischen Dialekt überlagert.

So geben in  freundlicher  Atmosphäre die einen Geld aus und die anderen nehmen es ein.

Weihnachtsgeschäft!  Daran  versuchen sich natürlich auch andere zu beteiligen.

Organisiertes Betteln, wird  inzwischen sehr einfallsreich und  nicht nur durch vorgebliche Armut  betrieben.

Vormittags sieht man, nicht gerade warm gekleidete junge tschechische Zigeuner in  Gold und Silberkostüme schlüpfen, um dann in unbeweglicher Beweglichkeit die Touristen zum Fotografieren und Geldspenden zu animieren. Körperlich anstrengend der Job.

 Am Abend werden sie dann durch einen gut  gekleideten Zuhältertypen  wieder abkassiert, der sofort sein Deutsch vergisst, wenn man ihn darauf anspricht.

 Kriminalität  im Graubereich.

Das mobile Polizeirevier auf dem Weihnachtsmarkt mit seinen herum streifenden „ zivilen „Polizisten

macht trotzdem, wie schon in den letzten Jahren, den Weihnachtsmarkt sicherer.

Dass die Straftaten zurückgegangen sind, ist auch in ihrer  engagierten  Arbeit  zu verdanken.

Selbst warten sie natürlich nicht auf den Weihnachtsmann, sondern darauf, dass mal ein hoher Polizeiführer oder vielleicht  sogar der Innenminister auf einen Kaffee vorbeikommt.

Denn Anerkennung und  Motivation sind Geschenke, die selbst auf dem Weihnachtsmarkt für Geld  nicht zu kaufen sind. Aber noch ist ja Zeit dazu. Oder ?

Suchbegriffe: wihnachtsmarkt dresden 

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HeinzEggert
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