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Suchbegriffe - schlägerei
November 13, 2008November 13, 2008  0 comments  MOPO Kolumnen

Morgenpostkolumne 16.11.2008

Brauner Klamauk

-Glosse-

Was war das für sie für ein Triumph, als sie in den Landtag einziehen konnten.

Nicht weil sie es verdient hätten, sondern weil andere Parteien viel versäumt hatten.

Die Führer aus dem Westen und das Bodenpersonal aus dem Osten- wie es sich gehört.

Arbeitsplätze nur für Deutsche, hatten sie gefordert. Drucker waren ausgenommen. Denn ihr Zentralorgan „ Deutsche Stimme“ ließen sie in Polen drucken.

 Immer mehr erwies sich die braunbäckige Apfeltruppe als hohl und verwurmt.

Es war wie bei den 10 kleinen Negerlein- wenn man das so politisch inkorrekt sagen darf. Die Kameraden schrumpften schneller, als der demografische Prozess es ihnen vorgab.

Nicht etwa weil sie den deutschen Einbürgerungstest gemacht hatten, in deren Ergebnis etliche von ihnen ausgebürgert worden wären.

Erst verließen einige die Truppe, weil sie zwar deutschnational, aber keine Nazis waren.

Dann ging einer freiwillig, weil er die Kinderpornographie auf seinem Computer nicht erklären konnte .

Plötzlich stand Pistolen-Klaus, wie er liebevoll genannt wurde, im Lichtkegel. 15.900 Euro hatte er unrechtmäßig einkassiert. Auch alte Damen behaupteten, er hätte sie um ihre Ersparnisse gebracht. Das erregte ideologisch keinen Anstoß, denn niemand in dieser Partei hatte jemals behauptet, dass die Rente sicher sei. Dass er nach wie vor hinter Adolf Hitler stand verstand sich von selbst. Ausgeschlossen wurde er wegen weiterer finanzieller Unregelmäßigkeiten. Als es ihm nicht gelang, eine Pistole in den Landtag zu schmuggeln fügte er dem braunen Spruchbeutel seine mühsam aufs Reimen getrimmte Weisheit zu: Gegen Zionisten, Freimaurer, Kriegstreiber und andere Psychopathen helfen keine langen Reden, nur noch Handgranaten. Wo aber Rotfront und Antifa haust, da helfen keine Sprüche, nur die Panzerfaust.!

Gewaltige Worte, denen erst Worte dann bald Taten folgten.

 Ausgerechnet am 11.11. um 11.20 traf es dann den Chefideologen Gansel, der wegen der Finanzkrise am Vortag noch “die eiserne Faust des Staates” gefordert hatte. Die traf ihn nicht. Dafür aber die Faust eines deutsch-stämmigen Kameraden .So wurde aus Gansels großer Lippe eine dicke. Jetzt hatte er das, was er sonst immer führte. Der wirkliche Grund für die Schlägerei ist nicht bekannt. Vielleicht war es auch einfach nur an der Zeit!

Jetzt ist der deutsch-stämmige Kamerad entlassen. Nicht weil er Sprengstoffterrorist war- das war der Einstellungsgrund - sondern weil er die Deutsche (Gänschen) Stimme beschädigt hatte.

Eine braune Chaostruppe!

Aber sie müssen ja auch nichts leisten. Sie werden ja trotzdem gewählt. Aber nur wenn die anderen versagen. Oder?

 

Der Hintergrund

EKLAT IM LANDTAG

 Schlägerei in Sachsens NPD-Fraktion Die NPD sorgt für einen Eklat im sächsischen Landtag: Zunächst stritten zwei Politiker der Rechtsextremen auf den Fluren der Fraktion, dann prügelten sie sich. Dresden - Schlägerei im Dresdner Landtag: Eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem NPD-Abgeordneten Jürgen Gansel und dem parlamentarischen Berater Peter Naumann sei eskaliert, sagte ein Fraktionssprecher. Es sei auf den Fluren der Fraktion am Dienstag zu "Tätlichkeiten" gekommen, in deren Folge Gansel mindestens einen Schlag ins Gesicht erhalten habe. Das Verhältnis zwischen den beiden sei seit längerem belastet. Er bestätigte damit entsprechende Berichte der "Dresdner Neuesten Nachrichten" und der "Leipziger Volkszeitung". Bei der Auseinandersetzung soll es um eine politische Streitfrage gegangen sein. Naumann wurde nach Informationen aus dem Landtag inzwischen als Fraktionsmitarbeiter entlassen. Der NPD-Fraktionssprecher sagte, zu den Konsequenzen werde man sich nicht äußern, es habe sich jedoch um einen gravierenden Vorfall gehandelt. Die Staatsanwaltschaft Dresden teilte mit, sie werde vorerst nicht ermitteln, da bislang keine Strafanzeige erstattet worden sei. Der Fall werde wie eine private Auseinandersetzung oder eine Wirtshausschlägerei behandelt, sagte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius der AP. Naumann ist seit langem in der rechtsextremistischen Szene aktiv. Er saß Ende der achtziger Jahre wegen der Herbeiführung eines Sprengstoffanschlages und der Verabredung zu Sprengstoffanschlägen in Haft. Dabei ging es unter anderem um die Sprengung von Fernsehmasten, mit der die bevorstehende Ausstrahlung der Fernsehserie "Holocaust" verhindert werden sollte. Naumann wurde von der NPD-Fraktion im Dresdner Landtag zuletzt als parlamentarischer Berater beschäftigt. Er habe unter anderem Fraktionschef Holger Apfel in "innenpolitischen Fragen" beraten, hieß es. Gegen den NPD-Abgeordneten Gansel selbst laufen nach Auskunft der Dresdner Staatsanwaltschaft derzeit zwei Anklagen wegen Verunglimpfung des Staates, Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz sowie eine Pfefferspray-Attacke vor einer Leipziger Bar. Außerdem prüfen die Ermittler derzeit, ob Gansel aufgrund von abwertenden Kommentaren über den künftigen US-Präsidenten Barack Obama wegen antisemitischer und rassistischer Hetze belangt werden kann.

Suchbegriffe: npd sachsen chaos schlägerei 

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HeinzEggert
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