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HeinzEggert's Blog
Märchenhafte Weisheiten und Weisen
Heinz Eggert
erzählt Märchen russischer und jüdischer Weisheit-
ergänzt durch deutsche Volkslieder zur Gitarre von
Bernd Pakosch
Zur Person:
Heinz Eggert, Theologe und Politiker
Vorträge, Vorlesungen, Lesungen, Moderationen, Kolumnist
Bernd Pakosch, Sänger und Gitarrist
Programme: "merkwürdige Nachricht von einem anderen Stern"
Ein Hermann Hesse Programm nach einem Märchen und vertonten Gedichten.
"Die Königskinder oder das Märchen meines Lebens"
eine Hans Christian Andersen Collage aus Märchen und Liedern.
"Das purpurrote Segel"
Eine musikalische Lesung nach einem Märchen von Alexander Grin
Termine:
Cafè Central Altmarkt 01067 Dresden
Sonntag 22.11.09. Montag 30.11.09
Sonntag 06.12.09 Sonntag 20.12.09
Jeweils 19.00 Uhr
Societaetstheater Dresden An der Dreikönigskirche 1
Montag 14.12.09 um 19 Uhr
Pressemitteilung
„Mir macht es Spaß vorzulesen“
Heinz Eggert liest beim Literaturfest gleich viermal
Meißen, 22. Mai 2009. Bei dem vom 11. bis 14. Juni stattfindenden Literaturfest Meißen wird der ehemalige sächsische Innenminister Heinz Eggert gleich viermal als Vorleser auftreten. So wird er unter anderem am 12. Juni auf dem Marktplatz aus „Der Glöckner von Notre Dame“ und am 13. Juni im alten Meißner Gefängnis aus „Die gute Stadt Paris“ lesen.
„Mir macht es Spaß zu vorzulesen. Geschichte versteht man nur durch Geschichten. Dafür bietet dieses traumhaft geschichtsträchtige Meißen genau die richtige Kulisse. Außerdem muss eine solche Leseinitiative kräftig unterstützt werden“, erzählt Heinz Eggert zu seinen Beweggründen, am Literaturfest Meißen teilzunehmen.
Für Heinz Eggert nimmt Literatur einen sehr wichtigen Stellenwert ein. In einem Interview verriet er jetzt, dass er als Kind sogar manchmal die Schule schwänzte, um in der Bibliothek Bücher zu lesen.
„Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, in der es keine Bücher gab, weil Lesen vom Arbeiten abhielt. Meinten jedenfalls meine Eltern. Wenn ich als Junge die Schule schwänzte, ging ich in die Rostocker Stadtbibliothek und las wie besessen“, so Heinz Eggert.
Im Rahmen des Literaturfestes Meißen wird Heinz Eggert aus folgenden Werken vorlesen:
Hermann Hesse, Erzählungen aus der Gesta Romanorum – 12. Juni, ab 18.00 Uhr auf dem Meißner Markt
Der Glöckner von Notre Dame (Victor Hugo) – 12. Juni, ab 21.00 Uhr auf dem Meißner Markt
Margot. Die Bartholomäusnacht (Heinrich Mann) – 13. Juni, ab 17.00 Uhr, Hotel Goldner Löwe
Die gute Stadt Paris (Robert Merle) – 13. Juni, ab 22.00 Uhr, altes Gefängnis Meißen
Neben Heinz Eggert treten weitere prominente Vorleser, zum Beispiel Bundesminister Dr. Thomas de Maizière, Peter Sodann, Sabine Ebert und Titus Müller, auf.
Insgesamt 100 Lesungen werden an historischen und ungewöhnlichen Plätzen, wie zum Beispiel am Schlossbrückenbogen, im Gericht oder am Tuchmachertor, vom 11. bis 14. Juni stattfinden. Der Eintritt ist frei.
Das Literaturfest Meißen wird zum ersten Mal durchgeführt und widmet sich den Themen Mittelalter, Renaissance und Fantasy. Schirmherr des Festes ist Bundesminister Dr. Thomas de Maizière. Unterstützt wird das Literaturfest Meißen von der Stiftung Lesen, vielen regionalen Unternehmen, Initiativen und privaten Personen.
Ausführlichere Informationen zu Programm, Autoren und Vorlesern finden Sie unter www.literturfest-meissen.de.
Das Literaturfest Meißen ist eine Veranstaltung des Kunstvereins Meißen in Kooperation mit der Stadt Meißen, getragen und organisiert von der Agentur Heimrich & Hannot GmbH.
Interview mit Heinz Eggert
Herr Eggert, Sie beteiligen sich gleich viermal am Literaturfest Meißen. Warum?
Weil es mir Spaß macht zu lesen und vorzulesen. Geschichte versteht man nur durch Geschichten. Dafür bietet dieses traumhafte geschichtsträchtige Meißen genau die richtige Kulisse. Außerdem muss eine solche Initiative kräftig unterstützt werden.
Welchen Stellenwert nimmt Literatur in Ihrem Leben ein?
Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, in der es keine Bücher gab, weil Lesen vom arbeiten abhielt. Meinten jedenfalls meine Eltern. Wenn ich als Junge die Schule schwänzte, ging ich in die Rostocker Stadtbibliothek und las wie besessen. Inzwischen ist unsere Wohnung mit Büchern voll gepflastert.
Momentan lese ich gerade “Der sterbende See“ von dem Kasachen Nurpeissow. Es geht um die Umweltzerstörungen am Aralsee. Er erinnert mich mit seiner Erzählweise sehr an den von mir hochverehrten russischen Schriftsteller Aitmatow.
Haben Sie ein literarisches Vorbild?
Nein! Bei allem, was ich zusammengetragen und zusammengelesen habe, kristallisiert sich eins nicht heraus. Das liegt auch daran, dass mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung die Vorbilder wechseln.
Warum ist aus Ihrer Sicht Lesen wichtig?
Weil man sonst nicht erwachsen wird und es weitaus schwieriger ist, sich einen Kompass für das Leben zu erarbeiten.
Im Rahmen des Literaturfestes Meißen werden Sie unter anderem aus Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre Dame“ vorlesen. Was fasziniert Sie an diesem Buch?
Ich habe diesen Roman schon als Kind gelesen. Damals bei meiner Tante noch in altdeutscher Schrift. Ich habe damals nicht alles verstanden, aber seitdem gibt es unauslöschliche Bilder in mir. Die konnten auch nicht durch die vielen verkitschten Verfilmungen beseitigt werden.
Es gibt nicht nur den buckligen Glöckner, es gibt auch viele bucklige Irrtümer. Der Roman hat jedenfalls alles, um die Fantasie anzuheizen, und jede Generation entdeckt etwas Neues in ihm.
Im alten Meißner Gefängnis werden Sie den Besuchern aus Robert Merles Buch „Die gute Stadt Paris“ vortragen. Warum dieses Buch an diesem ungewöhnlichen Ort?
Die Bücher von Robert Merle habe ich immer „verschlungen“. Sie sind historisch immer so gut recherchiert, dass man nie genau weiß, wo Wirklichkeit aufhört und Fiktion beginnt. Ich glaube, es gibt kein Buch, dass das Grauen der Bartholomäusnacht so realistisch und zugleich fantasievoll beschreibt.
Die Mauern des alten Gefängnisses habe ich als Vorleseort gewählt, um die Gänsehaut bei den Besuchern, während ich die Geschichte lese, noch zu verstärken. Gut, dass man schon vorher weiß, dass man hinterher wieder gehen kann.
Auch das Buch von Heinrich Mann „Margot. Die Bartholomäusnacht beschäftigt sich mit dem Hugenottenkrieg. Was interessiert Sie an diesem historischen Ereignis so?
Es hat mich immer interessiert, mit wie viel menschenverachtender Demagogie, mit wie viel Lügen, Geschichtsverdrehungen und Intrigen Macht installiert und erhalten werden sollte. Aber es hat mich auch immer fasziniert, dass es auch in den mörderischsten Zeiten Liebe, Treue und Solidarität gab. Also auch Mut und Hoffnung! Erstaunlicherweise sind in solchen Zeiten die Frauen am stärksten. Oft auch am eigenwilligsten. Auch Margot!
Als Sächsischer Staatsminister des Innern a. D. sind Sie es gewohnt, vor einer größeren Menschenmenge zu sprechen. Eine Lesung unterscheidet sich aber von einer Rede. Wie bereiten Sie sich auf Ihre Lesungen vor?
Sie vergessen, dass ich vorher 16 Jahre lang Pfarrer war. Aber eine Buchlesung ist etwas ganz anderes. Sie ist immer ein Risiko. Sie soll unterhaltend, aber nicht belehrend sein. Ich muss vorher ein Bild von meinen Zuhörern haben. Nach ein paar Minuten des Vorlesens muss ich dann das Gefühl haben, dass ich nicht an ihnen vorbei lese.
Was würden Sie sich für das Literaturfest Meißen wünschen?
Gutes Wetter, viele interessierte Zuhörer und, dass wir nicht aneinander vorbei lesen.
Pressekontakt:
Mandy Ziegler
Heimrich & Hannot GmbH
Telefon: 0351 81609-23
E-Mail: m.ziegler@heimrich-hannot.de
NACH-LESE
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Pressemitteilung
Literaturfest Meißen
Über 8.500 Besucher beim Literaturfest Meißen
Das erste Literaturfest Meißen ist am Sonntag, 14. Juni,
erfolgreich zu Ende gegangen.
Insgesamt 8.500 Besucher konnten die
Veranstalter bei den 104 Lesungen die vom 11. bis 14. Juni auf den historischen
Straßen und Plätzen und ungewöhnlichen Orten stattfanden verzeichnen.
„Der großer Besucherzuspruch hat uns positiv überrascht, gerechnet haben wir
mit 6.000 bis 7.000 Besucher“, sagt der Ideengeber und Initiator des
Literaturfestes Dr. Walter Hannot von der Agentur Heimrich & Hannot GmbH.
„Die Erstauflage des Literaturfestes mit den Schwerpunkten Mittelalter und
Fantasy war ein voller Erfolg. Ich danke den vielen Mitwirkenden und Vorlesern
die ehrenamtlich hier tätig waren.“
„Das Literaturfest Meißen wird keine einmalige Veranstaltung bleiben“, betont
Daniel Bahrmann, Vorsitzender des Kunstvereins Meißen e. V., „fortan wird es
jährlich ein Literaturfest geben. Die Planungen für das nächste Lesefest werden
in den nächsten Wochen bereits beginnen.“
„Eines der Schwerpunkte im kommenden Jahr werden Geschichten und
Erzählungen rund um das Porzellan und dessen Herstellung sein“, sagt Olaf
Raschke, Oberbürgermeister der Stadt Meißen und fügt hinzu „Ich würde mich
freuen, wenn sich das Literaturfest Meißen in den nächsten Jahren zu einem
deutschlandweiten literarischen Höhepunkte entwickelt.“
Publikumsliebling war der ehemalige sächsische Innenminister Heinz Eggert,
an dessen Lesungen insgesamt fast 900 Zuhörer teilnahmen.
„Das Literaturfest Meißen ist ein voller Erfolg.
Die Stimmung in der Stadt ist toll. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht, deshalb werde ich mich auch im nächsten Jahr beteiligen“, so Heinz Eggert.
Das Literaturfest Meißen fand vom 11. bis 14. Juni 2009 an zahlreichen
öffentlichen Orten in Meißen statt. Mit über 4.500 Besuchern war der Samstag
der besucherstärkste Lesetag. Schirmherr des Literaturfestes Meißen ist
Bundesminister Dr. Thomas de Maizière.
Zu den zentralen Spielorten zählten der Marktplatz, der Schlossbrückenbogen,
das Tuchmachertor, der Amtsgerichtshof und der Platz an der Burgstraße. Das
Literaturfest Meißen ist eine Veranstaltung des Kunstvereins Meißen in
Kooperation mit der Stadt Meißen, getragen und organisiert von der Agentur
Heimrich & Hannot GmbH.
Fast die Hälfte der Autorenlesungen wurden von ostdeutschen Autoren
durchgeführt. Neben Sabine Ebert gehörten Titus Müller zu den bekanntesten
Autoren. Aber auch viele Prominente aus Politik, Kultur, Funk und Fernsehen
stellten ihre Lieblingswerke vor. So las beispielsweise der ehemalige Tatort-
Kommissar Peter Sodann auf dem Meißner Markplatz vor 420 Besuchern aus
Oscar Wildes Märchensammlung: „Der glückliche Prinz und andere Märchen“,
der Landrat Arndt Steinbach aus „Till Eulenspiegel“ oder die Sächsische
Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange aus Franz
Fühmanns „Ein Sommernachtstraum“.
Über 50 Unternehmen und Einzelpersonen aus der Region unterstützen das
Literaturfest Meißen. Neben der Meißner Sparkassenstiftung, der Volksbank
Raiffeisenbank Meißen Großenhain eG und Margon Brunnen GmbH wirkten die
Druckerei Thieme, die Brähler ICS Konferenztechnik Dresden, die Meißener
Stadtwerke GmbH und die SEEG Stadtentwicklungs- und
Stadterneuerungsgesellschaft Meißen mbH mit. Medienpartner ist Sächsische
Zeitung.
Weitere Informationen zum Literaturfest Meißen finden Sie unter
www.literaturfest-meissen.de.
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Öffentliche Vernissage: |
18. April 2009, 15:00 Uhr |
Zittau war ein wichtiger Schauplatz der friedlichen Revolution 1989: Tausende mutiger Frauen und Männer überwanden ihre Angst und traten für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie ein. Sie ebneten hier den Weg für die deutsche Einheit. Ein vielfältiges und hochkarätiges Veranstaltungsprogramm erinnert in Zittau und Umgebung an die damalige Zeit des Aufbruchs.
Die Städtischen Museen Zittau eröffnen das Gedenkjahr mit einer großen Ausstellung, in deren Mittelpunkt die Fotografie steht. Dank großzügiger Unterstützung durch den Freistaat Sachsen mittels der Sächsischen Staatskanzlei und des von ihr ausgelobten Förderprogramms „20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit“ wird in dieser Ausstellung das Jahrzehnt vor und dasjenige nach den Ereignissen des Umbruchs in Form eines großen Bilderbogens vergegenwärtigt.
Rund 200 Fotografien und mehrere Filme lassen zwanzig bewegte Jahre Revue passieren. Pressefotos werden künstlerische Positionen gegenübergestellt: Bilder von Rudolf Hartmetz, Beate Heinze, Peter Israel, Georg Krause, Hans-Peter Lewien, Ulrich Lindner, Jürgen Matschie, Ingeborg Waurisch, Klaus-Dieter Weber, Matthias Weber. Zudem werden einzigartige Filmdokumente aus der Wendezeit, Filmaufnahmen aus den 1980er Jahren und der Dokumentarfilm „Lindenstraße Ost“ mit freundlicher Genehmigung des SWR vorgeführt.
Alle Besucherinnen und Besucher sind ferner eingeladen, ihre wichtigen Bilder aus der Zeit 1980-2000 in die Ausstellung einzufügen.
Die Ausstellung ist bis 15. November 2009 täglich
geöffnet 10:00-17:00 Uhr.
Öffentliche Führungen jeden Sonntag 15:00 Uhr. Weitere Führungen auf
Voranmeldung.
Museumspädagogisches Begleitprogramm, Gruppen- und Schulangebote.
Filmvorführung.
Als Begleitpublikation erscheint ein Sonderheft der „Zittauer Geschichtsblätter“ mit Beiträgen von Heiner Eggert, Barbara Stempel und Arwed Vietze, 44 Seiten, über 60 Abbildungen, Preis 6,- €.
Hintergrund
Fotografien erzählen Geschichten. Fotografen gelingt es, Zeit zu bannen und aus flüchtigen Momenten eindrucksvolle Bilder zu gestalten. Sicher wird jede Betrachterin, jeder Betrachter eine andere Geschichte mit ihnen verbinden. Aber schließlich fügen sich diese Bilder zu einer Gesamtschau, die mehr vermittelt als nur das einzelne Motiv. Sie wecken Erinnerungen, beleben eine historische Situation wieder, fordern auf, genau hinzusehen und neu zu sehen. Fotografien werden zu Geschichte.
Die 1980er Jahre waren in Zittau geprägt von Verfall, wirtschaftlichem Niedergang, ökologischem Desaster. Dies spiegelt sich in Fotografien, in denen sich ein hoher gestalterischer Anspruch mit dem Willen zu ehrlicher Dokumentation verband. Sie zeigen Zustand und Zerstörung von Stadt und Land in anrührenden Bildern. In stiller Poesie vermitteln sie die Liebe zu dieser Umgebung und ihren Menschen.
Die Pressefotografien dieser Zeit dagegen sollten die offiziellen Vorgaben und Losungen der DDR stützen: die Errungenschaften des Sozialismus, Planerfüllung, Pioniere und FDJ, Aufmärsche, der bewaffnete Frieden. Aus der zeitlichen Distanz erscheinen aber auch diese Bilder widersprüchlich.
Ganze Bilderwelten, Erinnerungen und Geschichten eröffnen die Fotos des Herbstes 1989 - und ein großes Staunen über die damals unfasslichen Ereignisse und eine friedliche Revolution. Nach der Euphorie der unmittelbaren Wendezeit wurde der Blick allerdings erbarmungsloser und fiel auf zugemauerte Fenster und Türen, vom Einsturz bedrohte Gebäude. Allmählich entdeckten die Fotografen in den 1990er Jahren jedoch Schönheit und Geschichte, die lauten und leisen Veränderungen in der Stadt neu
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